Friday, May 25, 2007

Point Reyes

Samstag war grosser Ausflugstag. Das hatten Hauke und ich bereits die ganze Woche über vorgenommen, nur war noch nicht so klar was wir denn machen. Der Vulcano-Park ist im Mai noch geschlossen und zum Lake Tahoe will sein Mitbewohner mitkommen, der arbeiten musste. San Francisco wollen wir am Memorial Weekend (Montag, 28th ist Feiertag) machen, also irgendetwas was in der Nähe ist und nicht viel kostet, denn die Freizeitparks und Mega-Achterbahnen wollten wir uns dann auch nicht geben (ca. 40$). Also sind wir einfach mal morgens um 10 in Richtung San Francisco aufgebrochen, weil wir gehört haben, dass es schon wenige Meilen nördlich von SF RedWoods geben soll. Den Rest wollten wir während der Fahrt in Reiseführern nachschlagen. Auf dem Weg dorthin lag eine Outlet-Mall, an der wir einfach nicht vorbei konnten und so waren wir erstmal 2 Stunden schoppen, war ja schließlich Wochenende.
Nach dem erfolgreichen Schoppen und einem Burger zur Stärkung sind wir weiter gefahren, d.h. ich bin gefahren und er hat gelesen. Jedenfalls hat es uns dann in ein Naturgebiet verschlagen, dass uns per Reiseführer empfohlen wurde. Dort sind wir erstmal zum nächstewn Infopunkt, um uns mal schlau zu machen was es dort so alles gibt. Zunächst waren wir enttäuschjt, weil von Riesenbäumen nichts zu sehen war, stattdessen wurden dort die Steilklippen am Pazifik und die St. Andreas Spalte gepriesen, die für die Erdbeben verantwortlich ist, weil pazifische und amerikanische Platte hier aufeinander treffen.
Man sagte uns, dass der Wanderweg ca. 4 Meilen (also gut 6 km.) lang ist und man zwischen 3 und 6 Stunden braucht. Da dachten wir das sind lächerlich Zeitangaben für die dicken Amerikaner und wir schaffen das locker in der Hälfte. Irritiert hat uns nur, dass alle anderen Leute wie auf einer Kletterexpedition angezogen waren und sich entsprechend vorbereitet haben, mit Wasserflasche und allem drum und dran als würden die in den Krieg ziehen (ich habe aber von Kollegen gehoert, dass es amerikanischer nationalsport ist fuer alles und jedes perfekt ausgeruestet zu sein).
Wir standen da wie 2 Aushilfstouristen, von nix ne Ahnung und sahen aus wie auf der Suche nach einem Strandcafe. Also sind wir los und wurden landschaftlich dann extrem belohnt. Zwar war die Wanderung echt anstrengend und wir haben es am Ende nicht unter 3 Stunden geschafft, aber total sehenswert. Das beste war dann aber die Steilküste, die am Ende des Weges lag. Kaum andere Touristen und eine Landschaft, die für insgesamt fast 15 km Fussmarsch entschädigt.
Danach sind wir die Küstenstraße zurück gefahren Richtung San Francisco, wer hätte gedacht, dass mir Küstenabschnitte mal so gut gefallen werde, die Strecke ist ein absolutes Muss für jeden Touristen und ich muss mal versuchen ein Motorrad zu bekommen…..

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